Rede des Veranstalters

 

Hallo Freunde des Wassersports!!!!

 

Ich freue mich sehr, dass so viele von euch gekommen sind! Denn das zeigt das große Interesse an diesem Thema!

 

Wie ihr wisst, plant der Senat für Stadtentwicklung und Umwelt, große Teile des Müggelsees und der Bänke bis hin in die Uferzonen zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet umzuwandeln.

 

Durch diese überflüssige Maßnahme, werden alle von uns: Anwohner, Wassersportler, Wochenendgrundstücksbesitzer, Bootshäuser, Sportvereine, Erholungssuchende, Touristen, Gewerbetreibende sowie Fahrradfahrer und Hundebesitzer betroffen sein.

 

Die Natur des Müggelsees hat sich nach der Wende immer mehr zum Positiven verbessert!

 

Dies liegt zum Einen daran, dass die Wasserqualität sich stetig verbessert hat und zum Anderen daran, dass wir mündige Menschen sind! Wir sind selbst fähig, auf unseren Müggelssee zu achten! Mein Opa hat immer gesagt: „Ein Köter macht sich nicht in die eigene Hütte!“

 

Wir haben jetzt wieder Graureiher, Fischotter, Biber und auch Seeadler wurden schon gesehen! Viele Anwohner an den Bänken kümmern sich zum Beispiel um die Seeschwalben, damit sie brüten können! Und das alles ohne Natur- oder Landschaftsschutzauflagen der EU!

 

Es werden teure Fahrrad- und Wanderwege um den Müggelsee gebaut- aber ins Wasser dürfen wir nicht, weil die Ufer Naturschutzgebiete sind! An zugänglichen Badestellen dürfen wir nicht mehr ans Wasser und Hunde können auch nicht mehr im Wasser toben - weil diese komplett verboten sein werden! Das alles schmälert mit Sicherheit die Attraktivität dieser Wege und so der ganzen Region für alle Nutzer!

 

Segelvereine und Bootshäuser stellen sich die Frage, ob auf lange Sicht ihre Existenz bedroht sein wird, da ständig neue Sanktionen zu erwarten sind. Stege müssen zurückgebaut oder abgerissen werden, vorhandenen Stegen (z.B. auch denen am Dämeritzsee), werden die Genehmigungen versagt, weil sich dort Seerosen befinden! Neubeantragungen sind nahezu unmöglich, oder die Auflagen sind so hoch, dass kaum jemand einen neuen Bootssteg beantragen kann.

 

Hier stellt sich die Frage, wie sich so ein Naturschutzgebiet in alle Richtungen ausdehnen soll: links und rechts lang bis an den Grund zum See, wo der Steinbeißer angeblich lebt? Aber zum Himmel schaut keiner vom Senat! Hier soll die neue Flugroute vom BER alle paar Minuten/oder Sekunden ein Flugzeug über unseren See schicken! Komisch nur, dass in der Verordnung steht, dass Flugmodelle verboten sind,.da sie die geschützten Tiere (wie brütende Vögel und Zugvögel, die dort in den Herbstmonaten rasten) aufschrecken und verängstigen! Das gilt scheinbar nicht für Flugzeuge!!!

 

Die Gefahr für die Flora und Fauna des Müggelsee sind also nicht die kerosinablassenden Düsenflugzeuge im Lande- und Startanflug, sondern der Anwohner, der mit seinem Hund ans Wasser will, Kinder, die am Strand planschen, der Rentner der mit deinem Segelboot ankert, die Familie, die vom Boot aus badet oder der Radfahrer, der durch den Wald fährt!

 

Wir sagen daher: Wir brauchen keine EU-Verordnung, die uns unseren See und die Bänke stiehlt!

 

Wir leben in BerlinKöpenick!!! -einem Bezirk mit dem meisten Zuzug! Ganz Berlin kommt schon seit mehr als 100 Jahren zum Müggelssee um sich von den städtischen Strapazen zu erholen und abzulenken! Hier die Freizeitflächen wegzusperren ist FALSCH! Wir wollen unsere Natur selber erleben und bewahren - und wir schaffen dies- wie in den letzten 100 Jahren -ohne Sanktionen und Verbotsschilder!

 

Wir fordern daher:

 

- keine intransparenten Verordnungen, deren Folgen für uns nicht absehbar sind!

 

Wir fordern:

 

- die Unterlassung der Umsetzung der Verordnung zum Schutze des Müggelssees!

 

Wir fordern:

 

- die Auflockerung der Fahrinnenreglung auf dem Müggelssee, sodass man außerhalb der Fahrrinne legal ankern und baden kann! Dies würde auch die Anwohner am Kleinen Müggelssee stark entlasten!

 

Wir fordern:

 

- die schleichende Zurückdrängung des Wassersports in Berlin zu beenden!!!

 

Wir fordern:

 

- mehr ausgewiesene öffentliche Anlegestellen. Was auch den Wassertourismus zugute käme!

 

Wir fordern:

 

- den Erhalt vorhandener Bootsanleger am Müggelsse, an den Bänken, den Dämeritzsee und an der Dahme!

 

Wir fordern:

 

- die leichtere Beantragung neuer Bootsstege für Gewerbe und Privat!

 

 

 

Die Veranstalter glauben, sie haben mit dieser kurzen Rede, in aller Interesse der Teilnehmer gehandelt. Sie bedanken sich bei allen Mitwirkenden, die dieses Projekt unterstützt haben. Besonders bei allen Firmen und Privatleuten, die für die Banner gespendet haben. Bei der WSP Berlin, insbesondere bei Herrn Braun, der so kooperativ war und alles ermöglicht hat. Bei den Leuten, die sich so rege im Web 2.0. beteiligt , wichtige Kontakte hergestellt und die Sache Ernst genommen haben! Und nicht zuletzt bei dem Webmaster, der in so kurzer Zeit eine so tolle Webseite zustande gebracht hat.

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